SeaWing - der autonome Gleitschirm für Frachtschiffe

Segelschiff 2.0: Airbus setzt Gleitschirm für Frachtschiffe ein

AirSeas, ein kleines Start Up aus dem Airbus Konzern hat einen Gleitschirm für die konzerneigenen Frachtschiffe entwickelt. Damit will Airbus rund 8.000 Tonnen CO2 im Jahr einsparen.

Die Idee der Gleitschirme, die helfen, große Container- oder Frachtschiffe zu bewegen, ist nicht mehr ganz neu. Laut Umweltbundesamt werden 90% aller Waren weltweit auf Schiffen transportiert, doch von Umweltschutzbestrebungen hört man vergleichsweise wenig.

Eine Gruppe engagierter Airbus-Ingenieure hat sich im Rahmen des Start Ups AirSeas zusammengeschlossen und aus der gemeinsamen Leidenschaft für Luft- und Schifffahrt den SeaWing genannten autonomen Gleitschirm entwickelt.

Wenn auf dem Schiff montiert, kann der Schirm per Knopfdruck geöffnet werden. Die Öffnung, der Betrieb und auch das Einfahren funktionieren autonom, keine weiteren Aktionen sind vonnöten. Der Schirm selbst sammelt meteorologische und ozeanologische Daten und erkennt so beispielsweise auch, wenn er nicht mehr gebraucht wird. Dann fährt er sich selbst ein.

Airbus hat den SeaWing für die konzerneigenen RoRo Schiffe (Roll On / Roll Off) geordert, die für den Transport von Flugzeugteilen zwischen Werken gebraucht werden. Der Einsatz des Schirms soll die Transportkosten um 20% senken und der Konzern erwartet Einsparungen von 8.000 Tonnen CO2 im Jahr.

Das System kann auf allen kommerziellen Schiffen während eines Hafenaufenthalts montiert werden.