Neu entdeckt: FLUX – die Mitfahr-App für die Kurzstrecke

Am 12. und 13. September war wieder Zeit für das Branchenevent der Digitalen Welt – die dmexco. Bei einem Rundgang durch das Start Up Village stießen wir auf FLUX, die Mitfahr-App für die Kurzstrecke. Das Kölner Start Up hat bereits einige Aufmerksamkeit geerntet und bringt sich derzeit in Stellung für den Marktstart.

Mitfahrgelegenheiten online zu organisieren hat das Leben vieler Pendler vereinfacht. FLUX bringt dieses Konzept auf die Kurzstrecke, von der Idee nicht neu, aber trotzdem Erfolg versprechend. Auf dem Weg zur Arbeit sitzen im Durchschnitt 1,2 Personen im Fahrzeug, also in den allermeisten Fällen nur der Fahrer. Würden drei weitere sich das Auto teilen, gäbe es nur noch ein statt vier Autos auf der Straße – die Entlastung städtischer Straßeninfrastruktur wäre enorm. Das Problem: Die Abstimmung auf der Kurzstrecke ist deutlich schwerer, Fahrten finden oft spontan statt (auch Arbeitswege nicht immer zur selben Zeit), Umwege zu Treffpunkte lohnen bei kurzen Strecken nicht und die Buchung ist im Verhältnis zur Strecke zu aufwändig.

Neu: Zuerst an den Nutzer denken

Der neue Ansatz von FLUX ist es, die Buchung auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren. Der Weg: In die App integriert ist die Navigation von Google Maps, die der Fahrer direkt nutzen kann. So öffnet er die App, stellt die Fahrt mit zwei Klicks ein und navigiert los. Öffnet nun ein potentieller Beifahrer die App, gibt er ebenfalls sein Ziel ein und das System erkennt beide als passend, schlägt einen Treffpunkt vor und navigiert dorthin. Möglich macht dies die Auswertung größerer Datenmengen in Echtzeit. Hinzu kommt die radikale Orientierung am Kundenbedürfnis – schnell eine Fahrt anzubieten bzw. zu finden. Am Ende erfolgt die vorher vereinbarte Bezahlung, die in etwa dem Preis eines Nahverkehrstickets entsprechen dürfte. Wie heutzutage üblich gibt es ein Bewertungssystem für den Fahrer. Außerdem ist es möglich, auch Fahrten, die in der Zukunft liegen einzustellen sowie regelmäßige Fahrten für Pendler einzurichten.

Auf direktem Weg zum Marktstart

Die erste Zielgruppe für FLUX sind größere Unternehmen, denn deren Mitarbeiter teilen zweimal am Tag Ziel- bzw. Anfangsort. So kann in kurzer Zeit die notwendige kritische Masse an Teilnehmern erreicht werden.  Auch laufen erste Gespräche mit Nahverkehrsunternehmen, die mehr und mehr bereit sind, solche Angebote in ihr Angebotsportfolio aufzunehmen, um den eigenen Kunden einen Mehrwert im Abo zu bieten.

Der Rest des laufenden Jahres soll für die Finalisierung des Angebots und eine erste Pilotphase im Rheinland genutzt werden. 2019 soll der zunächst regionale Marktstart erfolgen.

Intelligente Vernetzung von Angebot und Nachfrage – in diesem Fall einer privaten Fahrt bzw. Ortsveränderung – ist ein zwingender Bestandteil auf dem Weg zur New Mobility. So wird die effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen (des eigenen Autos) einen Beitrag leisten zu einer bedarfsorientierten und umweltbewussten Mobilität.

Wir wünschen FLUX auf diesem Weg viel Erfolg!

 

Quellen:

https://go-flux.com/

https://www.forschungsinformationssystem.de/servlet/is/79638/